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Vorkehrungen bei multiresistenten Keimen (MRE)

Landschaftsfotograf aus Pixabay

Sie müssen sich einer Behandlung im Krankenhaus unterziehen und es wurden bei Ihnen multiresistente Keime nachgewiesen?

Multiresistente Keime – kurz MRE – sind Bakterien, die eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen Antibiotika haben. Unter normalen Umständen merkt man nicht, dass man mit solchen Keimen in Kontakt gekommen oder gar damit besiedelt ist. Unser Immunsystem schützt uns umfassend vor möglichen Infektionen. Sollte es aber geschwächt werden, kann es seine Aufgabe nicht mehr ausreichend erfüllen.

Was im häuslichen Bereich normalerweise keine Gefahr darstellt kann im Klinikbetrieb unter bestimmten Bedingungen sehr gefährlich werden. Durch chirurgische Eingriffe und bei geschwächtem Immunsystem können MRE ins Körperinnere verschleppt werden und dort Entzündungen hervorrufen wie beispielsweise Abszesse, Blutvergiftung, Lungenentzündung oder Wundinfektionen. All diese Erkrankungen konnten sonst mit entsprechenden Antibiotika erfolgreich behandelt werden. Durch die Resistenz stehen zur Zeit allerdings kaum Antibiotika bzw. Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Zur Vorbereitung auf einen operativen Eingriff können MRE üblicherweise mittels eines Abstrichs nachgewiesen werden. Dieser erfolgt am Nasen-/ Rachenraum, an den Achselhöhlen, am Analbereich, aus der Leistengegend und /oder aus der Wund direkt.

Bei einem positiven Testergebnis können Sie zur Vorbereitung auf eine OP bereits zu Hause die Keimlast auf ihrer Körperoberfläche mit einem 5-Tage-Sanierungsprogramm senken. Dabei ist zu beachten, alle möglichen Keimquellen aus ihrem Umfeld zu entsorgen. Dazu gehören im Besonderen alle Gegenstände und Produkte, die mit ihrer Haut und Schleimhäuten Kontakt haben: Zahnbürste, Zahncreme, Cremetiegel, Deoroller, Lippenstifte, Haarbürste. Benutzen sie stattdessen, Einmalzahnbürsten, neue Zahncreme, Spenderflaschen, Tuben, Deospray, Einmalkämme.

5-Tage-Programm im Überblick:

Hände desinfizieren bei Kontakt mit Körpersekreten und immer zwischendurch Gegenstände desinfizieren, wie Lichtschalter, Fernbedienung, Türklinken etc. Täglicher Wechsel von Nacht- und Unterwäsche (Waschen bei mind. 60° C). Nach jedem Waschen frische Handtücher und Waschlappen verwenden (Waschen bei mind. 60° C)

In manchen Fällen können leider trotzdem nicht alle Keime vorab durch Waschungen entfernt werden, weil sie an Stellen sitzen, die durch die antimikrobiellen Maßnahmen nicht erreicht werden, wie beispielsweise dem Darm oder in Wunden.

In solchen Fällen gibt es in der Klinik permanente Maßnahmen, um das Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten. Dazu gehören zum Beispiel die Unterbringung in einem Einzelzimmer, das Tragen von Schutzkleidung und kontinuierliche Desinfektionsmaßnahmen aller Kontaktpersonen.

Bei Inko-versand finden Sie entsprechende Produkte für antimikrobielle Waschungen, Hände- und Flächendesinfektion.